Hochbeet aus Holz

Wenn wir an ein Hochbeet denken, dann kommt uns meist gleich eines aus Holz in den Sinn. Holz ist immerhin das am häufigsten verwendete Baumaterial in diesem Bereich und ein wahrer Klassiker im Hochbeetbau.

Denken Sie dabei aber nicht nur an Bretter, dickere Dielen oder den altbewährten Latten-Komposter. Mit dem Baumaterial Holz können Sie sehr kreativ werden. Im Garten können Sie beispielsweise Holzstangen, Rundholz oder Palisaden für Ihr Hochbeet verwenden und damit ein ganz individuelles Aussehen kreieren. Auf Balkon und Terrasse können Sie mit Holz ganz individuelle Konstruktionen errichten, die vor allem den vertikalen Raum perfekt ausnutzen. Mit Holz in Kombination mit Folie oder Glas können Sie selbst einen Frühbeet-Aufsatz für Ihr Hochbeet bauen.

Bevor Sie Ihr Hochbeet aus Holz kaufen oder selber bauen, sollten Sie sich über ein paar grundlegende Dinge informieren. Dann werden Sie lange Freude damit haben und es wird Ihnen eine reiche Ernte bescheren.

Was sind Vor- und Nachteile eines Hochbeets aus Holz?

  • Vorteile

    • Holz ist ein natürlicher Baustoff, Sie müssen nicht befürchten, dass schädliche Inhaltsstoffe in Ihre Pflanzen übergehen. Nachhaltigkeit und Natur pur für Haus und Garten. Außer das Holz wurde zur besseren Haltbarkeit mit Chemie behandelt, dann sollten Sie besser die Finger davon lassen.
    • Holzkonstruktionen lassen sich leicht auf- und wieder abbauen (mit Ausnahme der Verwendung von großen und schweren Rundhölzern) oder erweitern.
    • Wenn Sie preiswertes Weichholz verwenden, ist das Hochbeet aus Holz eine sehr preisgünstige Variante. Ein Hochbeet aus Fichtenbrettern ist schnell aufgebaut und unschlagbar günstig.
  • Nachteile

    • Schädlinge können sich im oder zwischen dem Holz einnisten.
    • Das Holz kann Risse bekommen, immerhin ist es ein natürliches Material ,das arbeitet. Risse können die Lebensdauer des Holzes verkürzen, da der Verfallsprozess durch das Eindringen von Wasser und Keimen beschleunigt werden kann.

Welches Holz eignet sich für ein Hochbeet?

Wenn Sie ein Hochbeet aus Holz kaufen möchten, sollten Sie sich überlegen für welchen Zweck Sie es nutzen möchten, wie lange es halten muss und wie viel Geld Sie für Ihr Hochbeet ausgeben möchten.

Holzarten

Weichholz ist sehr preiswert und es kann leicht aufgebaut werden. Dem gegenüber steht jedoch die begrenzte Haltbarkeit. Dem kann man zwar mit entsprechendem Schutz (Öl/Folie) und passender Pflege etwas entgegenwirken, länger als 3 bis 4 Jahre (bei unbehandeltem Fichtenholz) wird es Ihnen aber nicht erhalten bleiben.

Beispiele für Weichhölzer: Fichte, Douglasie, Kiefer, Pappel, Linde, Tanne, Weide

Hartholz ist stabil und widerstandsfähig gegenüber Verrottung und Feuchtigkeit. Es ist außerdem sehr formstabil und ohne zusätzlichen Schutz lange haltbar (bis zu 15 Jahre). Das Holz ist schwer und daher auch der Aufbau eines Hochbeetes aus Hartholz schwieriger. Wegen des hohen Gewichtes wird es für Balkone nicht empfohlen. Die längere Haltbarkeit hat ihren Preis, denn Hartholz ist in der Anschaffung um einiges teurer als Weichholz.

Beispiele für Harthölzer: Birnbaum, Erle, Eiche, Robinie, Schwarzkiefer, Buche, Esche, Ahorn, Nussbaum

Ein Hochbeet aus Lärche ist ein guter Tipp. Denn das Lärchenholz ist eines der schwersten und härtesten einheimischen Nadelhölzer. Es bietet hohe Tragfähigkeit und hohe Witterungsbeständigkeit. Die besten Voraussetzungen für Ihr Hochbeet, egal in welcher Größe.

Holz kann auch lasiert oder imprägniert werden, um seine Haltbarkeit verwenden. Dies empfiehlt sich auf Grund der verwendeten chemischen Stoffe nur für Hochbeete, in denen Zierpflanzen ihren Platz finden sollen. Gemüse, Kräuter oder Früchte sollten keinesfalls in Hochbeeten aus behandeltem Holz gesetzt werden. Die Chemikalien würden Ihre Pflanzen und somit auch Sie stark belasten und Ihre Gesundheit gefährden.

Holzstangen, Palisaden oder Rundholz

Neben Brettern und Dielen stehen Ihnen noch weitere Möglichkeiten für den Bau Ihres Hochbeetes zur Verfügung, wenn Sie kein Standard-Hochbeet aus Holz kaufen möchten.

Ganz rustikal können Sie beispielsweise sehr preiswert ungeschälte Fichtenstangen bekommen. Achten Sie hier nur darauf, keine zu großen Spalten zwischen den Wand-Stangen zu verursachen und die Haltepfosten weit genug in der Erde zu versenken, damit die Statik stimmt.

Aufrecht stehend können Sie beispielsweise Rundholz (in Form von zersägten Baumstämmen) oder Palisaden als Einfassung für Ihr Hochbeet verwenden. Diese müssen unbedingt 20 bis 30 Zentimeter tief in den Boden eingegraben werden, damit sie auch stabil stehen. Bei den Palisaden für Obst- und Gemüsebeete unbedingt auf unbehandelte Varianten achten, denn solche Palisaden sind meist chemisch behandelt und imprägniert.

Wie lange hält ein Hochbeet aus Holz?

Je nach gewählter Holzart zwischen maximal 4 Jahren (Weichholz) und 15 Jahren (Hartholz). Durch entsprechende technische Maßnahmen und gute Pflege, lässt sich die Haltbarkeit auch unabhängig von der gewählten Holzart verlängern.

Maßnahmen zum Holzschutz

  • Hochbeet innen mit stabiler Noppenfolie auskleiden. Die Noppenseite soll dabei am Holz anliegen und sich an den Eckpunkten großzügig überlagern. Für eine ausreichende Hinterlüftung sollte dies nach oben und unten hin offen bleiben. Dann kann das Holz gut abtrocknen und die Gefahr von Fäulnis ist zumindest weitgehend gebannt.
  • Legen Sie flache Steine unter die Holzelemente mit direktem Kontakt zur feuchten Erde. Dabei müssen Sie aufpassen, dass die Stabilität darunter nicht leidet.
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Wie muss man das Holz pflegen?

Achten Sie darauf, dass nur unbedenkliche Pflegemittel mit der Erde ihres Hochbeetes in Kontakt kommen. Denn alles was in die Erde wandert, wandert auch in Ihr Gemüse und in Ihre Kräuter und somit in Ihren Körper. Es gibt natürliche Öle und Wachse, mit denen Sie Ihr Hochbeet aus Holz pflegen können. Bienenwachs, Kokosöl oder Leinöl können genauso ohne Bedenken verwendet werden wie fertige Pflegemittel von Unternehmen wie der Firma AURO.