Kräuterspirale

Die Kräuterspirale ist ein Muss für jeden Gärtner, der auf eine abwechslungsreiche Ernährung achtet und den vielfältigen Geschmack in der Küche liebt. Auch für die Gesundheit leistet eine Kräuterspirale im eigenen Garten einen großen Beitrag.

Was bringt mir eine Kräuterspirale?

Eine Kräuterspirale oder Kräuterschnecke bietet mit relativ wenig Platzbedarf für die verschiedensten Arten von Kräutern mit unterschiedlichsten Bodenansprüchen optimale Wachstumsbedingungen. Egal, ob trocken und warm oder doch lieber etwas feuchter und nährstoffreicher – an diesem Ort fühlen sich alle Kräuter pudelwohl und erfreuen den Gärtner mit hohen Erträgen.

Wo platziere ich meine Kräuterschnecke im Garten?

Bevor Sie sich daran machen eine Kräuterspirale zu kaufen, sollten Sie noch den dafür geeigneten Platz in Ihrem Garten ausfindig machen.  Vollsonnig soll der Standort sein und ausreichend Platz bieten für die gewünschte Kräutervielfalt. Um die Höhe von 80 Zentimetern zu erreichen, ist ein Durchmesser von mindestens 2 Metern notwendig. Ideal ist es auch, wenn sich die Spirale der Kräuterschnecke nach Süden hin öffnet. Ein Beispiel für einen guten Platz wäre der Übergang zwischen Garten und höher liegender Terrasse – auf jeden Fall nicht zu weit weg von Ihrer Küche. Ist der Platz gewählt, sollte er zur besseren Vorstellung abgesteckt werden. Wenn Sie einen Bausatz für die Kräuterspirale verwenden, dann einfach die Maße davon abstecken.

Kräuterspirale-Bausatz oder selber bauen?

Kräuterspiralen können mit ein wenig Aufwand selbst gebaut werden. Bauanleitungen findet man sehr zahlreich im Internet. Alternativ können Sie sich einen Bausatz besorgen, oder für ganz bequeme Gärtner gibt es fertige Kräuterspiralen im Baumarkt. Mehr gestalterische Freiheit haben Sie in jedem Fall beim Eigenbau.

Ob Sie sich nun einen Bausatz für eine Gabione-Kräuterschnecke oder eine Metall-Kräuterschnecke kaufen oder den Klassiker einfach selbst aus Steinen oder Ziegeln emporziehen – das Material soll zu Ihrem Garten passen.

Die 3 Zonen einer Kräuterschnecke

Ist die Kräuterschnecke fertig aufgebaut, geht es ans Bepflanzen. Da verschiedenste Kräuter optimale Wachstumsbedingungen vorfinden sollen, gliedert sich eine Kräuterspirale in 3 Zonen (von oben nach unten). Die Möglichkeit der 3 Zonen kann kein Hochbeet ersetzen, dafür brauchen Sie einfach eine Kräuterschnecke.

Zone 1 – trocken, sandig

In der Mitte der Spirale ist eine Mischung aus Schotter, Kies und Sand ideal. Sie garantiert einen optimalen Wasserablauf und Kräuter, die es gerne warm und trocken haben, fühlen sich hier sehr wohl. Darauf kommt eine mit Sand aufgelockerte Erdschicht.

Mischung: 2/3 Sand + Erde mit ein wenig Kompost

Zone 2 – weniger trocken, nährstoffreich, frisch

In der absteigenden Windung wird Gartenerde mit Kompost und Sand gemischt.

Mischung: 1/3 Sand + 1/3 Erde + 1/3 Kompost

Zone 3 – nährstoffreich, feucht

Diese Schicht besteht hauptsächlich aus Gartenerde und Kompost. Der Boden sollte dort lehmig und humos sein, damit die Kräuter ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt werden.

Mischung: ½ Erde + ½ Kompost

Optional kann am Auslauf der Kräuterspirale unten noch ein kleiner Teich angelegt werden. Die Wassernuss beispielsweise wächst dann direkt im Wasser.

Welche Kräuter sind für die Kräuterspirale geeignet?

Im Prinzip bietet die Kräuterspirale für eine große Vielfalt an Pflanzen ideale Bedingungen. Wichtig ist nur, dass diese dann in die dafür optimale Zone gepflanzt werden. Die Tabelle bietet Ihnen einen entsprechenden Überblick:

Zone 1Zone 2Zone 3
Thymian, Oregano, Rosmarin, Salbei, Lavendel, Ysop, Majoran

allgemein Mittelmeerkräuter

Ringelblume, Bohnenkraut, Pimpernelle, Kerbel, Estragon, Beifuß, Kümmel, Borretsch, Gewürzfenchel, KorianderPetersilie, Brunnenkresse, Pfefferminze, Melisse, Kerbel, Zitronenmelisse, Schnittlauch, Kalmus, Bergminze

Können das ganze Jahr über Kräuter gepflanzt werden?

Generell richtet sich die Nutzung der Kräuterschnecke nach der üblichen Saison im Garten. Im Frühling wird drinnen gezogen und dann ab Mai, wenn es wärmer wird, können die Kräuter nach draußen gesetzt werden. Mehrjährige Kräuter, die frostempfindlich sind, können in Töpfen im Haus überwintert werden. Der Schnittlauch gefriert im Winter und erwacht im Frühjahr zu neuem Leben. Bei Pflanzen, wie dem Lavendel, muss man auch im Winter auf das Gießen an frostfreien Tagen achten, damit er nicht vertrocknet. Die winterharten Kräuter können mit einem Vlies oder einer Schicht aus Tannenreisig vor Schnee und Kälte geschützt werden.

Jetzt trennt Sie nicht mehr viel von Ihrem eigenen Kräuterparadies. Schnell alle benötigten Utensilien für eine Kräuterspirale kaufen, oder gleich einen Kräuterspirale-Bausatz im Baumarkt erwerben, Bepflanzungsplan überlegen und die entsprechenden Kräuter kaufen oder bereits im Frühjahr vorziehen und los geht es!

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